Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

EU-Kommission untersagt Freisetzung von GV-Raps der Firma CIBUS

Button Stoppt den Cibus Raps

Brief aus Brüssel weist BVL in die Schranken

Die EU-Kommission schreibt jetzt, dass die Freisetzung von Pflanzen, die mithilfe von Oligonukleotiden hergestellt wurden, bis auf Weiteres möglichst zu unterlassen sei. Sie verweist darauf, dass es illegal sei, gentechnisch veränderte Pflanzen ohne Genehmigung freizusetzen.

Das Schreiben der Kommission stützt die Position der Kritiker, die eine sofortige Rücknahme des BVL-Bescheids gefordert hatten. Die EU-Kommission will bis Ende des Jahres über den rechtlichen Status der Pflanzen entscheiden und fordert die Mitgliedsländer auf, bis dahin keine unkontrollierten Freisetzungen zu erlauben.

„Es zeigt sich, dass das BVL hier Partei ergriffen hat, um zugunsten der Industrie Fakten zu schaf­fen“, sagt Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Landwirtschaftsminister Schmidt, der die Dienstaufsicht hat, muss dafür sorgen, dass der BVL-Bescheid aufgehoben wird. Die illegale Saat darf nicht auf den Acker kommen. Sonst kann sich der herbizidresistente Raps unkontrolliert verbreiten, ist nicht mehr rückholbar und bedroht die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft.“

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Präzedenzfälle am Europäischen Patentamt

Patente auf Brokkoli und Tomaten bestätigt

Das Europäische Patentamt (EPA) hat am 27. März endgültig über die Patente auf Tomaten und Brokkoli entschieden. Die Grosse Beschwerdekammer des Amtes stellt klar, dass Patente auf Pflanzen und Tiere, die konventionell gezüchtet sind, weiterhin erteilt werden dürfen – obwohl laut Gesetz die Patentierung von Verfahren zur konventionellen Züchtung verboten ist. Es handelt sich um eine seit längerer Zeit erwartete Grundsatzentscheidung.

Die Entscheidung des Patentamtes ist aus Sicht der IG Saatgut ein riesiger Skandal und bedroht Landwirte, Pflanzenzüchter und Verbraucherinnen und Verbraucher. Ein Patent auf Pflanzen, die aus konventionellen Züchtungsverfahren hervorgegangen sind, verstösst klar gegen den Geist der EU-Biopatentrichtlinie.

Die IG Saatgut fordert zusammen mit zahlreichen Unterzeichnern eine sofortige Änderung der Ausführungsordnung des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) und eine Änderung der europäischen Patentgesetze, um Patente auf Pflanzen und Tiere und von diesen gewonnene Lebensmittel sowie auf Züchtungsverfahren, Züchtungsmaterial, Züchtungsmerkmale und Gene zu verbieten.

Bitte unterschreiben Sie hier: Zur Online-Unterschriftenaktion von No patents on seeds

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Nationale Anbauverbote

Neuer Gesetzesvorschlag zur Umsetzung in Deutschland

Im Februar legte Bundesagrarminister Schmidt einen Gesetzentwurf für die Umsetzung nationaler Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen in Deutschland vor. Darin war festgelegt, dass Anbaubeschränkungen und -Verbote nicht durch den Bund, sondern nur auf der Ebene der einzelnen Bundesländer erlassen werden können. Am 5. Juni legte Bundesminister Christian Schmidt einen neuen Vorschlag für die Neufassung des Gentechnik-Gesetzes vor.
Dieser neue Entwurf enthält drei entscheidende Änderungen gegenüber dem ersten Vorschlag vom Februar:
1. Neben den Ländern soll auch der Bund Anbauverbote aussprechen dürfen (§ 16 g, Absatz 6).
2. Ein „Anbau-Ausschuss“ soll gegründet werden und über mögliche Beschränkungen und Verbote beraten (§ 16 k).
3. Die Nulltoleranz gegenüber in der EU nicht zugelassen GVO soll relativiert werden (Erweiterung § 26).

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Clearfield Raps der BASF

Raps

AbL, BUND und IG Saatgut fordern Anbauverbot

Hinter der Marke Clearfield verbirgt sich ein vom Agrar- und Chemiekonzern BASF entwickeltes Produktionssystem aus Saatgut und dazu „passendem“ Herbizid. Der in Deutschland seit 2012 angebaute Clearfield-Raps ist gegen das Herbizid Vantiga D mit dem Wirkstoff Imazamox (Gruppe der ALS-Hemmer) resistent. Die BASF stellt selbst nur das Herbizid her, hält aber auch beim Saatgut alle Fäden in der Hand. Das Unternehmen besitzt die Rechte an der Dachmarke Clearfield, unter der beide Produkte verkauft werden. BASF stellt den Züchterhäusern das genetische Material mit der Resistenzeigenschaft zur Verfügung, damit diese sie in ihr Sortenprogramm einkreuzen können. Es handelt sich um eine konventionell gezüchtete Herbizidresistenz (chemisch induzierte Mutagenese).
Bei Winterraps beteiligen sich derzeit u. a. die Norddeutsche Pflanzenzucht, Deutsche Saatveredelung, Monsanto, Pioneer und Bayer CropScience. Das System kommt seit einigen Jahren auch bei Sonnenblumen (seit 2003, Anbau in Spanien, Osteuropa, Frankreich, Österreich) und Reis (2005, Anbau in den USA, Italien) zum Einsatz. Herbizidresistente Winterrapssorten haben ihre Zulassung 2011 in England erhalten und sind seither über die EU-Sortenliste auch in Deutschland vertriebsfähig. Angebaut wurde Clearfield-Raps in Deutschland erstmals 2012 auf 3.000 Hektar. 2013 wurde der Raps laut Angaben der BASF auf 9.000 Hektar angebaut, 2014 bereits auf 26 000 Hektar. Wo genau diese Flächen liegen, verrät die BASF auf Anfrage der AbL und der IG Saatgut nicht.

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"Low level presence" für GVO in der Saat?

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Bericht zu möglichen Folgen von GVO Verunreinigungen im Saatgut

Die EU Kommission arbeitet an einer Verordnung für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut. Niedrige GVO-Vorkommen (LLP = Low Level Presence) könnten danach systematisch behördliche Kontrollen passieren. Die IG Saatgut hat einen Bericht zu möglichen Folgen erstellt, mit einem Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er zeigt wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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»   Zusammenfassung
»   Protecting the seed (Summary)


Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Radieschen

Radieschen

Gentech-Raps kann über verwandte Arten, wie Hederich, in Radieschen einkreuzen.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 26 Jun 2015