Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

Keine neuen gentechnischen Verfahren in der Landwirtschaft

Raps

Verbände und Unternehmen legen Widerspruch ein

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat in einem Bescheid vom 5. Februar 2015 einen mit Hilfe von kurzen Abschnitten synthetischen Erbguts (Oligonukleotiden) entwickelten sogenannten RTDS-Raps der Firma Cibus als „nicht als Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes“ eingestuft. Dadurch könnten jetzt entsprechende herbizidresistente Pflanzen ohne Sicherheitsprüfung und Kennzeichnung angebaut werden. Gegen diesen Bescheid legen zahlreiche Organisationen und Unternehmen Widerspruch beim BVL ein. Zudem veröffentlichen sie ein gemeinsames Forderungspapier und appellieren an Landwirtschaftsminister Schmidt, die Freisetzung zu stoppen. Sie befürchten eine unkontrollierte Ausbreitung der Pflanzen in der Umwelt und warnen vor einer Aushöhlung des EU Gentechnikrechtes.

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Clearfield Raps der BASF

Raps

AbL, BUND und IG Saatgut fordern Anbauverbot

Hinter der Marke Clearfield verbirgt sich ein vom Agrar- und Chemiekonzern BASF entwickeltes Produktionssystem aus Saatgut und dazu „passendem“ Herbizid. Der in Deutschland seit 2012 angebaute Clearfield-Raps ist gegen das Herbizid Vantiga D mit dem Wirkstoff Imazamox (Gruppe der ALS-Hemmer) resistent. Die BASF stellt selbst nur das Herbizid her, hält aber auch beim Saatgut alle Fäden in der Hand. Das Unternehmen besitzt die Rechte an der Dachmarke Clearfield, unter der beide Produkte verkauft werden. BASF stellt den Züchterhäusern das genetische Material mit der Resistenzeigenschaft zur Verfügung, damit diese sie in ihr Sortenprogramm einkreuzen können. Es handelt sich um eine konventionell gezüchtete Herbizidresistenz (chemisch induzierte Mutagenese).
Bei Winterraps beteiligen sich derzeit u. a. die Norddeutsche Pflanzenzucht, Deutsche Saatveredelung, Monsanto, Pioneer und Bayer CropScience. Das System kommt seit einigen Jahren auch bei Sonnenblumen (seit 2003, Anbau in Spanien, Osteuropa, Frankreich, Österreich) und Reis (2005, Anbau in den USA, Italien) zum Einsatz. Herbizidresistente Winterrapssorten haben ihre Zulassung 2011 in England erhalten und sind seither über die EU-Sortenliste auch in Deutschland vertriebsfähig. Angebaut wurde Clearfield-Raps in Deutschland erstmals 2012 auf 3.000 Hektar. 2013 wurde der Raps laut Angaben der BASF auf 9.000 Hektar angebaut, 2014 bereits auf 26 000 Hektar. Wo genau diese Flächen liegen, verrät die BASF auf Anfrage der AbL und der IG Saatgut nicht.

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Nationale Anbauverbote

Politik streitet über den Weg zu "flächendeckenden" Anbauverboten

Im Bundestag verteidigte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am 25. Februar sein Vorhaben, über künftige Gentechnik-Anbauverbote nicht selbst zu entscheiden, sondern dies den Bundesländern zu überlassen. Ziel bleibe „auf nationaler Ebene ein flächendeckendes Anbauverbot“, so der Minister. Die Opposition, aber auch die Koalitionspartnerin SPD halten Schmidts Weg für falsch. Und in Österreich wundert man sich über den deutschen Kollegen.

Wie zuvor gegenüber der Presse argumentierte Schmidt auch in der Aktuellen Stunde im Parlament mit mehr Rechtssicherheit. Man dürfe nicht vergessen, „dass Anbauverbote die Berufsausübungsfreiheit und Eigentumsgarantie sowie die Warenverkehrsfreiheit im EU-Binnenmarkt einschränken. Wir greifen damit in mehrere Grundrechte ein“, so der CSU-Politiker. Deshalb müssten die Anbauverbote, die ein von Deutschland mitgetragener EU-Beschluss ermöglicht, gut begründet werden. „Je genauer ein Opt-out auf die Besonderheiten vor Ort abstellt, desto eher wahrt es die Verhältnismäßigkeit und hat damit vor Gericht Bestand“, sagte Schmidt. Das könnten die Regierungen der Bundesländer besser erfüllen.

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"Low level presence" für GVO in der Saat?

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Bericht zu möglichen Folgen von GVO Verunreinigungen im Saatgut

Die EU Kommission arbeitet an einer Verordnung für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut. Niedrige GVO-Vorkommen (LLP = Low Level Presence) könnten danach systematisch behördliche Kontrollen passieren. Die IG Saatgut hat einen Bericht zu möglichen Folgen erstellt, mit einem Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er zeigt wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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»   Protecting the seed (Summary)

Patente und Biopiraterie

Nach Einspruch: Monsantos Patent auf Tomaten widerrufen

Das Patent EP 1812575 des US-Konzerns Monsanto wurde vom Europäischen Patentamt (EPA) widerrufen, nachdem die internationale Koalition von Keine Patente auf Saatgut! und die IG Saatgut im Mai 2014 einen Einspruch gegen das Patent eingelegt hatten. Ein weiterer Einspruch kam von der Firma Nunhems/Bayer CropScience. Monsanto erkärte im November, dass sie das Patent nicht mehr aufrechterhalten wollen, daraufhin ordnete das Patentamt den Widerruf an. Das Patent beanspruchte Tomaten, die eine natürliche Resistenz gegen die Grauschimmelfäule (Botrytis) aufweisen. Diese Resistenz wurde in Tomaten gefunden, die aus der internationalen Genbank in Gatersleben stammen. Um das Patent als „erfinderisch“ wirken zu lassen, hatte Monsanto die Ansprüche so formuliert, als handele es sich um den Einsatz von Gentechnik.

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Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mais Bild1

Mais

Mit Süßmais-Anbau fordern über 30.000 Menschen, Saatgut gentechnikfrei vermehren zu können. www.bantam-mais.de

Webseite zuletzt aktualisiert
am 09 Mar 2015