Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

Nationale Anbauverbote

Eckpunkte zur Novelle des Gentechnikgesetzes noch in diesem Jahr

Die Bundesregierung will eine zügige Änderung des nationalen Gentechnikrechts. Wie aus Regierungskreisen in Berlin verlautet, sollen bis Jahresende Eckwerte für eine Gesetzesnovelle im Kabinett beschlossen werden. Man müsse handlungsfähig sein, sobald die Details für eine sogenannte Opt out-Regelung auf Brüsseler Ebene klar seien, heißt es in der Bundeshauptstadt. Ziel sei, möglichst bis zum nächsten Frühjahr das Gesetzgebungsverfahren auf nationaler Ebene abzuschließen. Noch nicht entschieden ist offenbar, ob die Ausstiegsmöglichkeit aus dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Länderebene oder bundesweit geschaffen werden soll. Dem Vernehmen nach ist beides „handelbar“. Mehr Klarheit über das Meinungsbild auf Länderseite verspricht man sich von der Herbstkonferenz der Agrarminister Anfang September in Potsdam. Im Bundeslandwirtschaftsministerium besteht offenbar derzeit eine „leichte Präferenz“ für eine Länderlösung. Offen ist auch, ob bei einer Anpassung des Gentechnikgesetzes weitere Bereiche angepackt werden sollen. In der Unionsfraktion gibt es unter anderem die Forderung, die derzeitige Ohne- Gentechnik-Kennzeichnung „ehrlicher“ zu gestalten. Einzelheiten sind auch hier offen.

Einige Agrar- und Umweltverbände – darunter auch die IG Saatgut – fordern EU-ParlamentarierInnen in einem Brief zur Umsetzung der Opt-Out-Regelung auf EU-Ebene auf, die gravierenden Mängel des derzeitigen Ratsbeschlusses zu beseitigen.

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"Low level presence" für GVO in der Saat?

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Bericht zu möglichen Folgen von GVO Verunreinigungen im Saatgut

Die EU Kommission arbeitet an einer Verordnung für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut. Niedrige GVO-Vorkommen (LLP = Low Level Presence) könnten danach systematisch behördliche Kontrollen passieren. Die IG Saatgut hat einen Bericht zu möglichen Folgen erstellt, mit einem Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er zeigt wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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Internationaler Aufruf

Stoppt die unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen!

Am 16. Mai 2014 hat ein breites internationales Bündnis – darunter die IG Saatgut – einen Aufruf veröffentlicht, die unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen zu stoppen. Die Initiative fordert insbesondere internationale Verbote der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen, falls diese sich unkontrolliert ausbreiten können oder es zu einer Anreicherung mit Transgenen im Saatgut der Ursprungsregionen unserer Nutzpflanzen kommen kann. Die Organisationen fordern die Mitgliedsländer der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) und des Cartagena-Protokolls auf, jetzt aktiv zu werden. Denn nach dem Wortlaut des Cartagena-Protokolls, das Teil der CBD ist, muss die biologische Vielfalt vor einer länderübergreifenden, unkontrollierten Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen geschützt werden.

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Patente und Biopiraterie

Tomaten-Patent

Einspruch gegen neues Tomaten-Patent von Monsanto

VertreterInnen der internationalen Koalition von “Keine Patente auf Saatgut!” aus Deutschland, Frankreich und Spanien sowie die IG Saatgut haben am 30. Mai einen Einspruch gegen ein europäisches Patent auf Tomaten des Monsanto-Konzerns eingelegt (EP 1812575). Das Patent beansprucht Tomaten, die eine natürliche Resistenz gegen die Grauschimmelfäule (Botrytis) aufweisen. Diese Resistenz wurde in Tomaten gefunden, die aus der internationalen Genbank in Gatersleben stammen. Die Tomaten, von denen bereits bekannt war, dass sie diese Resistenz aufweisen, wurden lediglich mit anderen Tomaten gekreuzt. Um das Patent “erfinderisch” wirken zu lassen, hat Monsanto die Ansprüche so formuliert, als ob es sich hier um den Einsatz eines gentechnischen Verfahrens handele.

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Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Kürbis-Moschus

Kürbis

2005 wurden Gentech-Zucchinis in Rheinland-Pfalz entdeckt, die sich mit allen Pepo-Kürbis-Sorten kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 15 Aug 2014