Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Informationen

Gemeinsame Resolution von 21 Verbänden und Organisationen

Neue Gentechnikverfahren regulieren - Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit umsetzen!

Gentechnik bleibt Gentechnik. Auch neue Verfahren und Produkte müssen entsprechend reguliert und gekennzeichnet werden. Das fordern 21 Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz, darunter die IG Saatgut, in einer Resolution an den Deutschen Bundestag und Europaabgeordnete.

Hintergrund ist ein für Ende Juli erwartetes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Dabei geht es um die Frage, ob es sich bei Methoden wie „Genom-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichteter Mutagenese“ um Gentechnik handelt. Auch mit diesen neuen Verfahren wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert. Wie bei der „alten“ Gentechnik wird in das Erbgut eingegriffen, teils mit sehr ähnlichen Methoden. Daher seien eine Risikobewertung, die Regulierung und die Kennzeichnung neuer Gentechniken zwingend erforderlich, heißt es in der Resolution.

Die zivilgesellschaftlichen Verbände erinnern die Regierung an ihre Selbstverpflichtung, das Vorsorgeprinzip konsequent anzuwenden. Im Koalitionsvertrag heißt es, die Regierung werde im Anschluss an die EuGH-Entscheidung zu den neuen Gentechniken „auf europäischer und gegebenenfalls nationaler Ebene Regelungen vornehmen, die das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit gewährleisten“. Aus Sicht der Verbände können Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit aber nur gewährleistet werden, wenn alle neuen gentechnischen Verfahren und Produkte nach dem geltenden Gentechnikrecht reguliert und gekennzeichnet werden.

»   Resolution der Verbände


Bayer-Monsanto-Deal vor dem Abschluss

US-Justizministerium stimmt Bayer-Monsanto-Deal unter Auflagen zu

Es war die letzte entscheidende Hürde: Das US-Justizministerium hat der Übernahme von Monsanto durch Bayer unter Auflagen zugestimmt. Damit ist der Weg so gut wie frei, dass Bayer mit der 62,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme zum weltgrössten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut aufsteigt.
Nun muss die zwischen dem Justizministerium und den beiden Unternehmen erzielte Vereinbarung – auch das US-Justizministerium verlangt, wie die EU-Kommission, dass Bayer fast das gesamte eigene Saatgutgeschäft an die BASF verkauft – noch von einem US-Bundesgericht genehmigt werden, damit der Deal abgeschlossen werden kann. Darüber hinaus müssen noch die Behörden in Mexiko und Kanada zustimmen.

» Pressemitteilung von Bayer

» Kommentar in der Süddeutschen Zeitung


Studie der Universität Wageningen

Konventionell gezüchtete Kartoffeln mit Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule widerstehen der Krankheit genauso gut wie GV-Kartoffeln

Die Kraut- und Knollenfäule ist eine Pilzkrankheit, die vor allem in feuchten Jahren die Kartoffelernte massiv schädigen kann. Die Universität Wageningen arbeitet bereits seit über zehn Jahren an Kartoffeln, die gegen die Krankheit resistent sind (Durable Resistance against Phytophthora through cisgenic marker-free modification, DuRPh). Im staatlich geförderten Projekt DuRPH setzten die Wissenschaftler Kartoffeln der Sorte Desirée Gene von südamerikanischen Wildkartoffelarten ein, denen die Krautfäule nichts anhaben kann. Dieser Einbau von arteigenen Genen wird cisgen genannt und unterliegt ebenso wie der transgene Einbau artfremder Gene dem EU-Gentechnikrecht.

In einem ihrer Versuche haben Forscher aus Wageningen und aus Irland ihre gv-Kartoffeln mit der Ausgangssorte, der gegen Krautfäule empfindlichen Desirée sowie mit der ungarischen Sorte Sarpo Mira verglichen, die durch konventionelle Züchtung resistent gegen Krautfäule gemacht wurde. Das Ergebnis: Bei beiden resistenten Sorten ließ sich der Einsatz an Fungiziden ohne Ernteausfälle um 80 bis 90 Prozent verringern, wenn die Felder regelmässig kontrolliert und nur im Notfall – wenn das Risiko bestand, dass die Resistenz durchbrochen wird – gespritzt wurden (Integrated Pest Management)

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Saatgutmonitoring der Bundesländer

Nulltoleranz in künftigem Koalitionsvertrag verankern - Gentechnikfreiheit weiter sichern!

Die aktuelle Saatgutauswertung von Greenpeace, Bioland und IG Saatgut bringt erfreuliche Ergebnisse: Alle Raps- und Maissaatgutproben waren 2017 frei von Gentechnik. Nur eine einzige Verunreinigung mit GVO wurde 2017 in Sachsen bei Sojabohnen festgestellt, die betroffene Partie kam nicht auf den Markt. Greenpeace, Bioland und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) fordern die künftige Bundesregierung auf, im Koalitionsvertrag ein klares Bekenntnis zur Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut sowie für eine rechtliche Regulierung der neuen gentechnischen Verfahren wir CRISPR-Cas nach Gentechnikrecht zu verankern.

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Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mangold

Mangold

Durch Gentech-Zuckerrüben direkt bedroht, da er vom Wind bestäubt wird und sie sich kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 03 Jul 2018