Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Informationen

108.000 Unterschriften an Bundesumweltministerin Schulze überreicht

Transparenz und Wahlfreiheit statt Gentechnik durch die Hintertür

Am 17. Juli 2018 wurden über 108.000 Unterschriften für eine gentechnikfreie Landwirtschaft, die im Rahmen der Initiative FOODprint gesammelt wurden, in Berlin an Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben.

Alle TeilnehmerInnen der Aktion FOODprint hatten die Politik mit ihrer Unterschrift / ihrem persönlichen Fussabdruck zur schnellen Umsetzung der folgenden Maßnahmen aufgefordert:

1. Eindeutige Regulierung:
Das Gentechnik-Gesetz ist eindeutig*. Auch neue Gentechnik-Verfahren müssen genauso wie „klassische“ Gentechnik gesetzlich geregelt werden. Mit Risikoprüfung, Zulassungsverfahren, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung. Wir fordern, dass die EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG und das Vorsorgeprinzip angewendet werden. *lt. Expertise Prof. Dr. Krämer und Prof. Dr. Spranger

2. Klare Kennzeichnung:
Produkte aus neuen Gentechnik-Verfahren müssen für Landwirte, Saatguterzeuger, Verarbeiter und Verbraucher gekennzeichnet werden und rückverfolgbar sein. Nur so wird die Wahlfreiheit gewährleistet.

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Gemeinsame Resolution von 21 Verbänden und Organisationen

Neue Gentechnikverfahren regulieren - Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit umsetzen!

Gentechnik bleibt Gentechnik. Auch neue Verfahren und Produkte müssen entsprechend reguliert und gekennzeichnet werden. Das fordern 21 Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft sowie Umwelt- und Verbraucherschutz, darunter die IG Saatgut, in einer Resolution an den Deutschen Bundestag und Europaabgeordnete.

Hintergrund ist ein für Ende Juli erwartetes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Dabei geht es um die Frage, ob es sich bei Methoden wie „Genom-Editing“, „CRISPR/Cas“ oder „zielgerichteter Mutagenese“ um Gentechnik handelt. Auch mit diesen neuen Verfahren wird das Genom von Tieren und Pflanzen technisch manipuliert. Wie bei der „alten“ Gentechnik wird in das Erbgut eingegriffen, teils mit sehr ähnlichen Methoden. Daher seien eine Risikobewertung, die Regulierung und die Kennzeichnung neuer Gentechniken zwingend erforderlich, heißt es in der Resolution.

Die zivilgesellschaftlichen Verbände erinnern die Regierung an ihre Selbstverpflichtung, das Vorsorgeprinzip konsequent anzuwenden. Im Koalitionsvertrag heißt es, die Regierung werde im Anschluss an die EuGH-Entscheidung zu den neuen Gentechniken „auf europäischer und gegebenenfalls nationaler Ebene Regelungen vornehmen, die das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit gewährleisten“. Aus Sicht der Verbände können Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit aber nur gewährleistet werden, wenn alle neuen gentechnischen Verfahren und Produkte nach dem geltenden Gentechnikrecht reguliert und gekennzeichnet werden.

»   Resolution der Verbände


Ökozüchtung stärken - Neue Gentechnik regulieren

BÖLW veröffentlicht Positionspapier zur Ökozüchtung

Mit ihren auf die Bedingungen des Ökologischen Landbaus spezialisierten Sorten, die ohne gentechnische Risikotechnologien entstehen, sind Öko-ZüchterInnen essentielle Partner der Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern. Denn für die Arbeit der ZüchterInnen gilt: ‚Bio von Anfang an‘. Sorten, die für den Ökolandbau gezüchtet werden, sind robust und nährstoffeffizient. Das macht sie als Kreuzungspartner für die übrige Pflanzenzüchtung wichtig. Denn unter Öko-Bedingungen selektierte Pflanzen müssen mit weniger Nährstoffen zurechtkommen und sich gegen Unkräuter oder Schädlinge selbst wehren, weil dieser Umweltstress nicht mit Pestiziden von ihnen ferngehalten wird.

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Saatgutmonitoring der Bundesländer

Nulltoleranz in künftigem Koalitionsvertrag verankern - Gentechnikfreiheit weiter sichern!

Die aktuelle Saatgutauswertung von Greenpeace, Bioland und IG Saatgut bringt erfreuliche Ergebnisse: Alle Raps- und Maissaatgutproben waren 2017 frei von Gentechnik. Nur eine einzige Verunreinigung mit GVO wurde 2017 in Sachsen bei Sojabohnen festgestellt, die betroffene Partie kam nicht auf den Markt. Greenpeace, Bioland und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) fordern die künftige Bundesregierung auf, im Koalitionsvertrag ein klares Bekenntnis zur Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut sowie für eine rechtliche Regulierung der neuen gentechnischen Verfahren wir CRISPR-Cas nach Gentechnikrecht zu verankern.

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Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mangold

Mangold

Durch Gentech-Zuckerrüben direkt bedroht, da er vom Wind bestäubt wird und sie sich kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 20 Jul 2018