Saatgut ist die Basis für Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut:
Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit setzt sich zum Ziel, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

Neue molekulare Techniken in der Pflanzenzüchtung

Erfolgreiche Tagung der IG Saatgut

Die Tagung, die am 19. April in Kassel stattfand, war auf sehr grosses Interesse gestossen. Neben MitarbeiterInnen verschiedener NGOs, waren auch ZüchterInnen, VertreterInnen aus der Biowirtschaft, aber auch aus konventionellen, gentechnikkritischen Organisationen vertreten. Während sich die Diskussion über die neuen gentechnischen Verfahren seit Monaten auf die Frage der einerseits wissenschaftlichen, andererseits rechtlichen Regulierung konzentriert, hatte die IG Saatgut mit ihrer Tagung versucht, den Fokus auf eine andere Ebene richten: die der Saatgutproduktion. Wie bei der „klassischen“ Gentechnik, so werfen auch die neuen Verfahren die Frage auf, wie eine gentechnikfreie Saatgutproduktion und Landwirtschaft langfristig erhalten werden können. Denn klar ist: Von der Züchtung über die Vermehrung, der Saatgutgewinnung für die Selbstversorgung, den Nachbau und den Handel werden alle Stufen der Wertschöpfungskette – auch über das Saatgut hinaus – betroffen sein.

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Saatgutmonitoring der Bundesländer

Immer weniger GV-Funde im Saatgut

Die Frühjahrsergebnisse der Saatgutuntersuchungen der deutschen Bundesländer liegen vor. Diese bestätigen einen erfreulichen Trend der letzten Jahre: immer weniger Gentechnik-Funde im Saatgut. Von 521 Maisproben waren in diesem Jahr nur noch 3 verunreinigt. Das entspricht einem Anteil von 0,6 Prozent. Im Vorjahr waren 1,3 Prozent verunreinigt, 2011 sogar fast 7 Prozent.
Die Ergebnisse bestätigen, dass eine strenge Behördenpraxis bei der Kontrolle der Gentechnikfreiheit von Saatgut möglich und sinnvoll ist: In den letzten Jahren setzen die Bundesländer die im EU-Recht verankerte Nulltoleranz recht vorbildlich um. Finden sie Gentechnik im Saatgut, so wird das kontaminierte Saatgut konsequent aus dem Verkehr gezogen. Dies wirkt, wie die abnehmenden Funde von Gentechnik beweisen.

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Europaweites Bündnis startet Kampagne gegen Patente

Campact Kampagne

Maas muss Welle an Patenten im Bereich der konventionellen Züchtung stoppen

Aufgrund einer umstrittenen Rechtspraxis des Europäischen Patentamts (EPA) droht 2016 eine Welle von Patenten auf Pflanzen und Tiere. Dies befürchten zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung und Verbraucherschutz. Sie kündigten eine gemeinsame Kampagne gegen Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere an und fordern Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auf, im Verwaltungsrat des EPA eine klare Entscheidung gegen derartige Patente zu erwirken. Bereits im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, dass bestehende Patentierungsverbot auf konventionelle Züchtungsverfahren durchzusetzen und die einschlägigen europäischen Vorschriften zu präzisieren.

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Gentechnik-Verunreinigung im Raps - Antworten der deutschen Bundesländer

Rapssaatgut_Kontamination

Bundesländer müssen Durchwuchs von gentechnisch verunreinigtem Raps kontrollieren

Konventionelles Winterrapssaatgut der französischen Saatgutfirma RAGT wurde mit dem gentechnisch veränderten Event namens OXY-235 verunreinigt und ausgesät – in Deutschland und sieben weiteren EU-Ländern (Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Rumänien, Ungarn, Tschechische Republik, Polen). Dies wurde Ende 2015 bekannt. Bereits im Oktober war öffentlich geworden, dass das verunreinigte Rapssaatgut auf Versuchsflächen in England und Schottland ausgebracht wurde. Die Saatgutfirma RAGT hatte die Verunreinigung bei eigenen Kontrollen festgestellt, diese wurde dann bei Nachkontrollen von den Behörden bestätigt.
Es wird angenommen, dass die Verunreinigung auf Feldversuche mit dem gentechnisch veränderten OXY-235 in den Jahren 1995/1996 zurückgeht. Offenbar ist die Zuchtlinie, die verunreinigt wurde, auf derselben Fläche wie zuvor der Gentechnik-Raps ausgebracht worden. Wie genau das GV-Saatgut seinen Weg in den konventionellen Raps fand, um dann 20 (!) Jahre nach den Gentechnik-Feldversuchen entdeckt zu werden, ist unklar.

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Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren!

67.000 UnterzeichnerInnen fordern: „Genome Editing“ als Gentechnik einstufen

Neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR, mit denen in die Genetik von Pflanzen und Tieren eingegriffen wird, müssen als Gentechnik eingestuft werden und gemäß dem Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und Kennzeichnung unterliegen. Das fordert die IG Saatgut zusammen mit einem breiten Bündnis von Verbänden sowie die 67.000 UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren? Das machen wir nicht mit, Herr Minister Schmidt!“

„Konventionell und ökologisch wirtschaftende Bauern und Verbraucherinnen akzeptieren keine Gentechnik durch die Hintertür. Wir sind gut beraten, uns keine neuen Risikotechnologien auf den Acker, in den Stall und auf den Teller zu holen. Die Erfahrung mit den Gentechnik-Konzernen zeigt: Gewinne werden gerne einkassiert, Risiken und Kosten auf die Allgemeinheit verteilt. Mit uns nicht“, so Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

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"Low level presence" für GVO in der Saat?

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Bericht zu möglichen Folgen von GVO Verunreinigungen im Saatgut

Die EU Kommission arbeitet an einer Verordnung für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut. Niedrige GVO-Vorkommen (LLP = Low Level Presence) könnten danach systematisch behördliche Kontrollen passieren. Die IG Saatgut hat einen Bericht zu möglichen Folgen erstellt, mit einem Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. Er zeigt wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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»   Zusammenfassung
»   Protecting the seed (Summary)


Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Kürbis-Moschus

Kürbis

2005 wurden Gentech-Zucchinis in Rheinland-Pfalz entdeckt, die sich mit allen Pepo-Kürbis-Sorten kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 03 May 2016