Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Informationen

Farm-to-Fork Strategie der EU Kommission

EU Kommission betont Potentiale der neuen Gentechnik und schweigt zu den Risiken

Am 20. Mai hat die EU Kommission ihre lang erwartete Farm-to-Fork-Strategie sowie die EU-Biodiversitätsstrategie in Brüssel vorgestellt. Die Farm-to-Fork-Strategie soll als wichtige Komponente des Green Deal die europäische Landwirtschaft nachhaltiger machen. Der Termin für die Veröffentlichung war zuvor zwei Mal verschoben worden.

Das Gen-ethische Netzwerk (GeN), Save our Seeds und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) kommentieren: „Wir begrüßen es, dass die Europäische Kommission in der Farm-to-Fork-Strategie die großen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft benennt und dabei auf einen Umbau der Ernährungssysteme setzen möchte“, so Pia Voelker vom Gen-ethischen Netzwerk (GeN). „Doch der Verweis auf die neuen gentechnischen Verfahren (‚neue innovative Techniken, einschließlich der Biotechnologie und ‚neue genomische Techniken‘) als angebliche Instrumente für mehr Nachhaltigkeit und weniger Pestizideinsatz steht dazu in einem starken fachlich-inhaltlichen Widerspruch. Anstatt mit der Agrarindustrie weiter auf jene Akteure zu setzen, die unsere aktuellen Probleme im Bereich Landwirtschaft maßgeblich verursacht haben, sollte die Kommission endlich einen grundlegenden Umbau der europäischen Agrarsysteme vorantreiben.“

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Wie präzise ist CRISPR/Cas?

CRISPR/Cas: Unerwünschte Doppelgänger im Erbgut

Beim Einbau von DNA mit der Genschere CRISPR/Cas9 in Mäusen entdeckten Wissenschaftler der Universität Münster einen weiteren unerwünschten Nebeneffekt. Der vorgesehene neue DNA-Abschnitt war nicht einfach, sondern mehrfach hintereinander eingebaut worden. Die übliche Analysemethode hatte diesen Effekt übersehen.
Gegenüber dem Magazin The Scientist stellten die Wissenschaftler fest, dass ihre Ergebnisse für gentechnische Veränderungen in allen Lebensformen, von Pflanzen bis zu menschlichen Zellen, von Bedeutung sein könnten. Solche Duplikationen könnten zu gefährlichen Mutationen führen oder missgebildete Proteine zur Folge haben. Es sei beunruhigend, schreiben die Forscher in ihrer Arbeit, „dass die üblicherweise angewandte PCR-Analyse in den meisten Fällen nicht in der Lage war, diese mehrfachen Integrationsereignisse zu identifizieren“. Dies führe zu einer fälschlich behaupteten hohen Rate von präzise editierten Genen. Deshalb sollten Kollegen, die mit CRISPR DNA-Sequenzen ins Erbgut einbauen, mit genaueren Methoden untersuchen, ob die Genome tatsächlich korrekt verändert worden seien.

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CRISPR-Pflanzen

Freisetzungsversuche mit CRISPR-Kartoffeln in Argentinien geplant

In Argentinien hat ein Feldversuch mit Kartoffeln begonnen, deren Knollen nach einer Veränderung des Erbgutes mit der Genschere CRISPR/Cas eine verringerte enzymatische Bräunung aufweisen sollen. Wie die Regierung in Buenos Aires Ende Januar mitteilte, sollen die Versuche des staatlichen Technologieinstituts für Land- und Viehwirtschaft (INTA) weitere Daten für die Vermehrung und den kommerziellen Anbau liefern sowie die Grundlage für den Sortenschutz bilden. Laut INTA-Direktor Sergio Feingold wurde die veränderte Varietät bereits in Laborversuchen geprüft und der Anbau im Freiland von der Kommission für landwirtschaftliche Biotechnologie (Conabia) genehmigt. Verantwortlich für die enzymatische Bräunung sind Enzyme, die beim Kontakt mit Luftsauerstoff Polyphenole zu Chinonen umwandeln. Der Prozess gilt als gesundheitlich unbedenklich, kann aber neben Aussehen und Geschmack auch den Nährwert beeinflussen.

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Neues Informationsmaterial der IG Saatgut

Titelbild Broschüre Neue Gentechnik_August 2018

Schöne neue Gentechnik?!

August 2018: Die IG Saatgut hat zwei neue Informationsbroschüren erstellt, mit denen sich die breite Öffentlichkeit und bereits interessierte Kreise über das Thema neue Gentechnik informieren können. Schwerpunktmässig geht es um Anwendungen der neuen gentechnischen Verfahren in der Landwirtschaft.

In der ersten Broschüre wird erklärt, um was es bei der neuen Gentechnik geht, dann wird ausführlich auf die Argumente für eine gentechnikfreie Landwirtschaft aus wissenschaftlicher, ethischer und sozioökonomischer Sicht eingegangen.

Die zweite Broschüre enthält einen Faktencheck der Argumente der Befürworter*innen der neuen Gentechnik.

Zum Download der Broschüren:

» Schöne Neue Gentechnik?! Eine Informationsbroschüre zum Einsteigen und Auffrischen.

» Präzise, sicher und unentbehrlich?! Die Argumente der Befürworter*innen der neuen Gentechnik im Faktencheck.



Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Schöne Neue Gentechnik?!
 
 
 

Download IG Saatgut Informationsbroschüre zur neuen Gentechnik & Faktencheck der Argumente der Befürworter*innen

 
 

Gentechnik ist Teil einer industriellen Landwirtschaft. Gentechnik behindert Vielfalt und gemeinwohlorientierte Saatgutarbeit. Zur Info-Grafik

Webseite zuletzt aktualisiert
am 20 May 2020