Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes

Bundestag muss Aufweichung der Nulltoleranz verhindern

Der Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes, der am 16. Januar 2017 Thema einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestags ist, verletzt die im EU-Recht verankerte Nulltoleranz für nicht zugelassene Gentechnik-Pflanzen. Danach könnten Behörden dulden, dass zum Anbau nicht zugelassene gentechnisch veränderte (GV) Pflanzen nach dem Aufdecken einer Gentechnik-Verunreinigung weiter auf unseren Feldern wachsen, wenn die illegalen GV-Pflanzen zur Verwertung in der Biogasanlage, in der Industrie oder zur Verfütterung vorgesehen sind.
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Aurelia Stiftung und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) fordern die Bundestagsabgeordneten in einer Pressemitteilung eindringlich dazu auf, eine Aufweichung der EU-rechtlichen Nulltoleranz zu verhindern, und den entsprechenden Passus aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Zur gemeinsamen Pressemitteilung von IG Saatgut, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Aurelia Stiftung

Am 21. Dezember hat die IG Saatgut – mit Unterstützung durch den BUND, AbL, GeN, Save our Seeds, Bioland, Demeter und Aurelia-Stiftung eine Stellungnahme an den Agrarausschuss des Deutschen Bundestags geschickt. Download der Stellungnahme hier: Stellungnahme zur Nulltoleranz


Zum Start der 13. Biodiversitätskonferenz vom 4. bis 17. Dezember in Mexiko

Logo CBD 2016

Forderung nach „Gen-Drive“ Moratorium und wirksamen Maßnahmen gegen unkontrollierte Ausbreitung von GVOs

4. Dezember 2016: Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks spricht sich gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen aus, die mit einem „Gene-Drive“ ausgestattet sind. „Ich teile Ihre Bedenken, dass ,Gene-Drive‘ erhebliche Auswirkungen auf die Ökosysteme haben kann und dass daher insbesondere Vorsicht bei der Forschung und Risikobewertung walten sollte. Eine Freisetzung von Organismen, bei denen ,Gene-Drive‘ verwendet wird, halte ich aus ökologischer Sicht zurzeit für nicht vertretbar,“ positioniert sich die Ministerin im Vorfeld zur 13. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt, die vom 4. bis 17. Dezember in Mexiko stattfinden wird.

»   Lesen Sie mehr ...


Gentechnikfreie Saatgutarbeit dauerhaft sichern

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Versteckte Gentechnik im Saatgut?

Industrievertreter fordern seit langem, dass in der EU die Kennzeichnung für zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut aufgeweicht und das absolute Verbot nicht-zugelassener GVO im Saatgut aufgehoben werden. In der Vergangenheit scheiterten Pläne der EU-Kommission, diese Industriewünsche zu erfüllen. Wagt sie einen neuen Anlauf? Ein Bericht der IG Saatgut zu den Folgen zeigt, wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

»   Lesen Sie mehr ...

»   Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern (aktualisierte Zusammenfassung auf Deutsch)
»   Protecting Seed against GM Contamination (updated executive summary, 2016)

EU-Ministerrat berät über Patente auf Pflanzen und Tiere

Campact Kampagne

EU-Kommission, Parlament und mehrere Mitgliedsländer drängen auf Verbot von Patenten auf konventionelle Züchtung

Auf seinem Treffen am 28. und 29. November in Brüssel hat sich der EU-Ministerrat für Wettbewerbsfähigkeit mit dem Problem von Patenten auf Pflanzen und Tiere befasst. Das Europäische Patentamt (EPA) erteilt weiterhin Patente auf Pflanzen wie Tomaten und Brokkoli, obwohl diese ohne Gentechnik gezüchtet wurden. Dabei beruft sich das Amt auf eine EU-Richtlinie. Jüngst hat die EU-Kommission aber klargestellt, dass die EU keine Patente auf konventionelle Züchtung erlaubt. Im EU-Ministerrat wurde jetzt das weitere Vorgehen beraten. Um Patente wie die auf Brokkoli und Tomate in Zukunft zu verhindern, müssten die EU-Mitgliedsländer eine Initiative am Europäischen Patentamt starten.
In Deutschland hatte ein Kampagnenbündnis die Bundesregierung und den zuständigen Justizminister Heiko Maas aufgefordert, aktiv zu werden, um Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere künftig zu zu verbieten. Dafür wurden bereits etwa 600.000 Unterschriften gesammelt. Zum Bündnis gehören u.a. Campact, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Food First Information and Action Network (FIAN), die IG Saatgut und „Keine Patente auf Saatgut!“

»   Lesen Sie mehr ...



Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mangold

Mangold

Durch Gentech-Zuckerrüben direkt bedroht, da er vom Wind bestäubt wird und sie sich kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 29 Mar 2017