Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Informationen

Gene Drives

Bundesrat beschließt strengere Sicherheitsauflagen als Bundesregierung

Der Bundesrat hat sich am 07.06.2019 für die Verschärfung von Sicherheitsauflagen bei Laborexperimenten mit Gene-Drive-Organismen (GDO) in der Gentechniksicherheitsverordnung ausgesprochen. Zudem verlangt er die Erarbeitung von GDO-spezifischen Sicherheitsmaßnahmen und fordert die Bundesregierung auf, dem Naturschutz dabei besonderes Gewicht zu geben.Damit reagierten die Bundesländer auf eine Warnung verschiedener NGOs vor zu niedrigen Sicherheitsstandards für Laborexperimente mit GDO, wie er im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehen war.

Mücken, Fliegen, Mäuse, aber auch Pflanzen können durch ein neues Gentechnikverfahren namens Gene Drive so verändert werden, dass sie eine neue Eigenschaft schnell und flächendeckend in wildlebenden Populationen verbreiten. Durch eine spezielle Anwendung der sogenannten CRISPR-Cas-Technologie kann hier die gentechnische Manipulation selbst weitervererbt werden und so eine zeitlich und räumlich nicht kontrollierbare gentechnische Kettenreaktion in der Natur auslösen. Durch die Freisetzung solcher Gene-Drive-Organismen sollen ganze Populationen oder Arten in der Natur gentechnisch verändert oder auch ausgerottet werden. Bei Experimenten mit Gene-Drive-Organismen im Labor besteht die Gefahr, dass Versuchstiere entkommen. Welche Wirkungen dies in der freien Natur haben kann, ist unklar.

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Zulassungswelle bei Gentechnik-Pflanzen und noch mehr Importe bald nach der EU-Wahl?

Bisherige EU-Kommission könnte vor ihrer Ablösung noch viele strittige Zulassungen erteilen

Über 40 Organisationen aus den Bereichen Wissenschaft, Umweltschutz, Lobby-Kontrolle, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft haben am 23. Mai 2019 einen gemeinsamen Brief veröffentlicht. Sie warnen davor, dass die derzeitige EU-Kommission vor dem Herbst noch rund ein Dutzend Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilen könnte, obwohl deren Risikobewertung wissenschaftlich unzureichend ist.

Der Brief wurde unter anderem unterzeichnet von: Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Corporate Europe Observatory (CEO), European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER), Friends of the Earth Europe (FOEE), Gen-ethisches Netzwerk (GeN), GeneWatch UK, Global 2000, Save our Seeds (SOS), Slow Food Deutschland, Testbiotech. Sie fordern höhere Standards in der Risikoprüfung von gentechnisch veränderten Organismen. Dem Schutz von Umwelt und VerbraucherInnen müsse in Zukunft höchste Priorität eingeräumt werden.

Zur Zulassung angemeldet und von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) bereits geprüft sind derzeit mindestens zwölf Anträge. Drei Gentechnik-Mais-Varianten, die Insektengifte produzieren, sind für den Anbau vorgesehen. Darunter ist auch der in Spanien bereits angebaute Mais MON 810 (Bayer/Monsanto), dessen Zulassung verlängert werden soll. Es droht die unkontrollierte Ausbreitung dieser Gentechnik-Pflanzen: Seit einigen Jahren ist eine mit dem Mais verwandte Wildpflanzen (Teosinte) in Spanien heimisch. Teosinte kann mit dem Mais hybridisieren und Nachkommen mit unerwarteten Eigenschaften und Risiken für die Umwelt hervorbringen.

Viele der Pflanzen sind mehrfach gentechnisch verändert. Darunter sind Mais-Varianten, die bis zu sechs Insektengifte produzieren und gleich mit mehreren Herbiziden gespritzt werden können. Die Wechselwirkungen der verschiedenen Giftstoffe und deren Folgen für die Lebensmittelsicherheit wurden nicht untersucht.

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Neues Informationsmaterial der IG Saatgut

Titelbild Broschüre Neue Gentechnik_August 2018

Schöne neue Gentechnik?!

August 2018: Die IG Saatgut hat zwei neue Informationsbroschüren erstellt, mit denen sich die breite Öffentlichkeit und bereits interessierte Kreise über das Thema neue Gentechnik informieren können. Schwerpunktmässig geht es um Anwendungen der neuen gentechnischen Verfahren in der Landwirtschaft.

In der ersten Broschüre wird erklärt, um was es bei der neuen Gentechnik geht, dann wird ausführlich auf die Argumente für eine gentechnikfreie Landwirtschaft aus wissenschaftlicher, ethischer und sozioökonomischer Sicht eingegangen.

Die zweite Broschüre enthält einen Faktencheck der Argumente der Befürworter*innen der neuen Gentechnik.

Zum Download der Broschüren:

» Schöne Neue Gentechnik?! Eine Informationsbroschüre zum Einsteigen und Auffrischen.

» Präzise, sicher und unentbehrlich?! Die Argumente der Befürworter*innen der neuen Gentechnik im Faktencheck.


Gemeinsame Pressemitteilung von AbL, GeN und IG Saatgut

Raps

Bundesländer müssen weitere Raps-Verunreinigungen verhindern

11. April 2019. Wegen gentechnischer Verunreinigungen einer konventionellen Winterraps-Sorte aus Frankreich mit dem Bayer-Konstrukt „GT 73“ mussten betroffene Bäue­rin­nen und Bauern in Deutschland bis Ende März diesen Jahres ca. 2.150 Hektar Raps unterpflügen. Das Gentechnik-Konstrukt hat in Europa keine Anbauzulassung, deshalb gilt bei Saatgut die europarechtlich verankerte Nulltoleranz. Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel­sicher­heit (BVL) sind 84 Betriebe in 10 Bundesländern betroffen, angeordnet wurden Anbaupausen bis Juli 2019 oder 2020. Aktuell wurde bekannt, dass zusätzlich in sieben Bundesländern Sortenversuche mit dem verunreinigten Saatgut durchgeführt worden sind.

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Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mais Bild1

Mais

Mit Süßmais-Anbau fordern über 30.000 Menschen, Saatgut gentechnikfrei vermehren zu können. www.bantam-mais.de

Webseite zuletzt aktualisiert
am 26 Jun 2019