Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

Informationen

Diskussion über Regulierung der neuen Gentechnik

Schweizer Kleinbauern-Vereinigung lanciert Petition

Seit Jahrzehnten wird versprochen, mit gentechnisch veränderten Pflanzen liessen sich Probleme wie Welthunger, Umweltbelastung durch Pestizide oder Mangelernährung beseitigen. Diese Versprechen sind unerfüllt geblieben. Nun sollen es neue gentechnische Verfahren richten – ohne transparente Deklaration. Um zu verhindern, dass so Gentechnik durch die Hintertür eingeführt wird, lancieren die Kleinbauern-Vereinigung, die Schweizer Allianz Gentechfrei und L’alliance Suisse pour une agriculture sans génie génétique eine Petition.

Obwohl auch mit den neuen Gentechnik-Verfahren ins Genom eingegriffen wird, fordern Vertreter der Biotech- und Agrarindustrie und Forschende, diese von der bestehenden Gentechnikregulierung auszunehmen. Das trotz fehlender Erfahrung mit den neuen Techniken. Erste Pflanzen, die mit Hilfe neuer gentechnischer Verfahren entwickelt wurden, sind in den USA bereits auf dem Markt. Wenn die Verfahren nicht als Gentechnik eingestuft werden – sowohl in der Schweiz, als auch in der EU werden hierzu bald politische Entscheidungen erwartet – könnten diese Pflanzen ohne Regulierung und Kennzeichnung auf dem Teller von Schweizer Konsumentinnen und Konsumente landen.

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Richtungsentscheidung beim Europäischen Gerichtshof am 18. Januar erwartet

Oligo

Welt-Bio-Bewegung fordert Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren

Wirtschaften ohne Gentechnik gehört zu den Bio-Grundprinzipien – das bekräftigt die IFOAM Organics International, der internationale Zusammenschluss der Bio-Bewegung, in einer umfangreichen, global gültigen Position, die am 12. November 2017 in Delhi angenommen wurde. Gefordert wird die rechtliche Regulierung neuartiger Gentechnik-Verfahren wie CRISPR-Cas. Am 18.1. könnte der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof dazu eine erste richtungsweisende Vorentscheidung treffen.
Der Vorsitzende des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, kommentiert dazu:
„Bio und Gentechnik gehen zwei völlig unterschiedliche Wege. Das sehen nicht nur die Bio-Bauern aus aller Welt so, sondern auch die Menschen, die Bio unterstützen. Ein Großteil der Menschen will keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller. Ökolandbau setzt auf natürliche Regelkreisläufe und stabile natürliche Systeme. Auch Bio-Züchter achten auf das Zusammenspiel von Boden, Pflanze und Umwelt, statt einseitig einzelne Gene der Pflanzen zu verändern.
Bei den neuartigen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR-Cas wird technisch in den Erbgut-Strang eingegriffen – mit nicht absehbaren Nebenwirkungen. Gelangen diese Gentech-Pflanzen in die Natur, sind sie von dort nicht mehr rückholbar. Die Folgen treffen alle Landwirte, Pflanzen, Tiere und Menschen – auch diejenigen, die eine solche Technologie nicht nutzen oder Gentech-Produkte ablehnen. Auch neuartige Gentechnik muss deshalb nach dem Gentechnikrecht reguliert werden.”

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Neuer Bericht von No patents on seeds

Campact Kampagne

Agro-Konzerne wollen Monopole noch ausweiten

16. Januar 2018/Wie ein neuer Bericht zeigt, der heute von der Koalition «Keine Patente auf Saatgut!» veröffentlicht wurde, erteilt das Europäische Patentamt (EPA) weiterhin Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen – obwohl die Vertragsstaaten 2017 versucht hatten, die entsprechenden Verbote zu verschärfen. Rund 25 Patente wurden letztes Jahr vergeben, obwohl das EPA offiziell keine weiteren Patente in diesem Bereich erteilen wollte. Die Patente umfassen Pflanzen wie Salat, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln, Gurken, Trauben, Sonnenblumen, Sorghum und Soja. Kein Wunder, dass der Widerstand gegen die Praxis des EPA weiter zunimmt.

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Aktion FOODprint von Rapunzel

Logo Foodprint

Gentechnikfreie Saatgutvielfalt erhalten

Rapunzel hat mit vielen Unterstützern Ende September die Initiative FOODprint ins Leben gerufen. Warum? Die Verfahren der neuen Gentechnik – auch Genome Editing genannt – drängen auf den Markt. Erste Produkte sind für 2021 angekündigt. Diese Verfahren werden aber bisher nicht gesetzlich geregelt. Deswegen fordern alle FOODprint Unterstützer, darunter auch die IG Saatgut, AbL, Demeter, Naturland, Bioland und BÖLW die Politik dazu auf, aktiv zu werden. Neue Gentechnik-Verfahren müssen reguliert, einer Risikobewertung unterzogen und deren Produkte eindeutig gekennzeichnet werden.

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Saatgutmonitoring der Bundesländer

Nulltoleranz in künftigem Koalitionsvertrag verankern - Gentechnikfreiheit weiter sichern!

Die aktuelle Saatgutauswertung von Greenpeace, Bioland und IG Saatgut bringt erfreuliche Ergebnisse: Alle Raps- und Maissaatgutproben waren 2017 frei von Gentechnik. Nur eine einzige Verunreinigung mit GVO wurde 2017 in Sachsen bei Sojabohnen festgestellt, die betroffene Partie kam nicht auf den Markt. Greenpeace, Bioland und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) fordern die künftige Bundesregierung auf, im Koalitionsvertrag ein klares Bekenntnis zur Nulltoleranz für Gentechnik im Saatgut sowie für eine rechtliche Regulierung der neuen gentechnischen Verfahren wir CRISPR-Cas nach Gentechnikrecht zu verankern.

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Gentechnikfreie Saatgutarbeit dauerhaft sichern

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Versteckte Gentechnik im Saatgut?

Industrievertreter fordern seit langem, dass in der EU die Kennzeichnung für zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut aufgeweicht und das absolute Verbot nicht-zugelassener GVO im Saatgut aufgehoben werden. In der Vergangenheit scheiterten Pläne der EU-Kommission, diese Industriewünsche zu erfüllen. Wagt sie einen neuen Anlauf? Ein Bericht der IG Saatgut zu den Folgen zeigt, wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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»   Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern (aktualisierte Zusammenfassung auf Deutsch)

»   Protecting Seed against GM Contamination (updated executive summary, 2016)



Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

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Mais

In Chile kontaminiert gentechnisch verändertes Maissaatgut, das für den Export vermehrt wird, konventionelle Maisfelder.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 25 Mar 2018