Verunreinigtes Saatgut ausgesät

Ausbreitung von Gentechnik-Raps muss verhindert werden

Am 20. November 2018 informierte die zuständige französische Behörde über einen GT73-Nachweis in einer argentinischen Ausgangspartie, die für die Herstellung der beanstandeten Partie verwendet wurde. In Deutschland wurden daraufhin Partien, die auch Teile dieser argentinischen Ausgangspartie enthalten, auf GT73-Anteile untersucht. Am 10. Dezember 2018 informierte Sachsen-Anhalt über einen GT73-Nachweis in einer Partie, die nach Deutschland geliefert wurde.
Für Saatgut gilt in der EU die Nulltoleranz, so dass konventionelles Rapssaatgut auch dann nicht verkehrsfähig ist und ausgesät werden darf, wenn die Verunreinigung sehr geringfügig ist.
Wie das BVL erläuterte, haben die französischen Behörden in ihrem Land den Rückruf von nicht ausgesätem Saatgut, die Vernichtung betreffender Kulturen und Maßnahmen für die Überwachung in den Folgejahren angeordnet. Das für die Herstellung dieser betroffenen Partie verwendete Saatgut wurde aber auch für die Produktion von Partien verwendet, die in Deutschland, der Tschechischen Republik und in Rumänien in den Verkehr gelangt sind.
Laut BVL wurden alle nach Deutschland gelieferten Partien mittlerweile identifiziert und einer amtlichen Kontrolle unterzogen. Nur in der einen nach Sachsen-Anhalt gelieferten Saatgutpartie wurden Anteile von ca. 0,1% GT73 festgestellt, in den übrigen wurden keine GVO-Anteile nachgewiesen.
Nach Angaben des BVL ermitteln die zuständigen obersten Landesbehörden der betroffenen Bundesländer aktuell, in Zusammenarbeit mit dem Saatguthersteller, alle Empfänger des bereits ausgelieferten und betroffenen Saatguts sowie die Flächen, auf denen es aufgrund der späten Meldung aus Frankreich ausgesät worden ist.
Alle noch im Lager befindlichen Saatguteinheiten der betroffenen Partie wurden gesperrt. Sobald die Vermarktungswege und die Landwirte ermittelt sind, die das betroffene Saatgut erhalten und gegebenenfalls ausgesät haben, werden die zuständigen Landesbehörden entsprechende Anordnungen zu den zu treffenden Maßnahmen erlassen, die die Vernichtung der Kulturen gewährleisten.

» Quelle: agrarheute

» Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

» Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit



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Webseite zuletzt aktualisiert
am 22 Dec 2018