EuGH-Urteil zur neuen Gentechnik

Gentechnik bleibt Gentechnik!

Darüber hinaus hat sich die Politik dafür einzusetzen, dass die Unternehmen für Verfahren wie CRISPR Referenzmaterial und Nachweisverfahren liefern müssen.
Auch braucht es sehr schnell klare Regeln für Saatgut-, Futter- und Lebensmittelimporte. Da erste Pflanzen, die mit den neuen Gentechnik-Verfahren verändert wurden, z. B. in den USA und Kanada auf dem Acker stehen, ist zu gewährleisten, dass entsprechende Lieferungen in den EU-Raum auch auf Konstrukte der neuen Gentechnik getestet werden.
Schliesslich sind die in Belgien und Grossbritannien laufenden Freisetzungen mit CRISPR-Pflanzen nun eindeutig illegal. Hier sind nun sehr schnell die entsprechenden Auflagen der Gentechnik-Regulierung für Freisetzungsversuche umzusetzen; oder die Pflanzen sind aus der Umwelt zu entfernen.

» Pressemitteilung des EuGH

» Urteil des Europäischen Gerichtshofes

» Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Am 9. August hat eine Koalition europäischer NGOs, darunter auch die IG Saatgut, einen gemeinsamen Brief an die EU Kommission geschickt.

Unsere Forderungen:

- Das Urteil des EuGH ist vollständig und schnell umzusetzen; alle mittels der neuen gentechnischen Verfahren entwickelten Produkte sind GVOs im Sinne der Freisetzungsrichtlinie 2001/18 und müssen entsprechend reguliert werden.

- Die Kommission hat die EU Mitgliedstaaten aufzufordern, dass unverzüglich alle geplanten und laufenden Freisetzungsversuche mit neuen gentechnisch veränderten Pflanzen, die nicht die Anforderungen der Gentechnikgesetzgebung erfüllen, gestoppt werden. Sollten die Mitgliedstaaten der Aufforderung nicht nachkommen, ist ein Vertragsverletzungsverfahren einzuleiten.

- Die EU Mitgliedstaaten müssen die Möglichkeit erhalten, sich gegen Importe von nicht zugelassenen neuen gent. Pflanzen zu schützen. Dazu benötigen sie Nachweisverfahren für die neuen Techniken und die damit entwickelten Produkte. Die Kommission soll das Europäische Netzwerk von Gentechnik-Laboren (ENGL) anweisen, entsprechende Nachweisverfahren zu entwickeln.

- Jede Freisetzung muss in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Freisetzungsrichtlinie 2001/18 erfolgen. Alle Importe nicht zugelassener neuer GVOs sind zu unterbinden.

- Die Kommission soll Züchter und Saatgutunternehmen um vollständige Transparenz bzgl. der verwendeten Verfahren ersuchen – sowohl im Bereich der Züchtung, als auch der Saatgutvermehrung.



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Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Kürbis-Moschus

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2005 wurden Gentech-Zucchinis in Rheinland-Pfalz entdeckt, die sich mit allen Pepo-Kürbis-Sorten kreuzen können.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 02 Oct 2018