Ohne Zulassung auf dem Markt

Gentechnisch veränderte Petunien auch in Deutschland

Die in Finnland identifizierten Petunien stammen aus Deutschland und aus den Niederlanden. Auch in den Niederlanden wurden die finnischen Ergebnisse für drei Sorten mittlerweile bestätigt. In drei weiteren Petunien mit anderen Handelsnamen wurden ebenfalls gentechnische Veränderungen identifiziert. Die Namen (Handels- oder Züchternamen) der in Deutschland und den Niederlanden identifizierten gentechnisch veränderten Petunien sind hier – Tabelle 1 – zu finden.

Am 16.05.2017 informierte das US amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) über Untersuchungen von orange, rot und lila blühenden Petunien. In mehreren auf dem Markt befindlichen Sorten wurden gentechnische Veränderungen identifiziert. Da diese Sorten auch in den USA keine Genehmigung haben, wurden der Handel als auch die Züchter aufgefordert, die betroffenen Petuniensorten aus dem Vertrieb zurückzuziehen bzw. zu vernichten.

Als Quelle der gentechnischen Veränderung werden aktuell mehrere Entwicklungswege verfolgt. Eine abschließende Erkenntnis liegt noch nicht vor. Nachgewiesen wurden bisher einige in gentechnisch veränderten Pflanzen häufig vorkommende Elemente (P-35S, P-nos, T-35S), ein Selektionsmarker (nptII) bzw. ein Konstrukt aus diesen (P-nos/nptII). Daneben konnte auch ein Konstrukt mit P-35S und einem Mais-Gen (A1) amplifiziert werden. Für den PCR-Nachweis stehen validierte amtliche Untersuchungsverfahren (§28b GenTG) zur Verfügung (Tabelle 2). Untersuchungen zur molekularen Charakterisierung und Identifizierung des Ursprungs der gentechnisch veränderten Petunien sind weiterhin in Gang.

» Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).



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Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
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Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Tomaten

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Bis 2003 gab die Universität von California Davis versehentlich gentechnisch verunreinigte Saatgut-Proben weiter.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 19 Oct 2017