Saatgut bildet die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Eine gentechnikfreie Landwirtschaft braucht gentechnikfreies Saatgut.

Die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) hat sich zum Ziel gesetzt, Saatgut ohne Gentechnik heute und in Zukunft zu sichern.

 

stop the crop


Informationen

ZKBS und BVL unterlaufen Verfahren am Europäischen Gerichtshof

Gremium erklärt: neue Gentechnikverfahren sind keine Gentechnik

Die Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit (ZKBS) hat auf ihrer Sitzung am 7. März über Pflanzen beraten, die mit neuen Gentechnikverfahren unter Verwendung der ‘Gen-Schere’ CRISPR-Cas verändert wurden. Die Anträge wurden auf Anfrage des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bearbeitet. Dabei kommt die ZKBS zu dem Ergebnis, dass diese Pflanzen nicht in jedem Falle dem Gentechnikgesetz unterliegen.

Dies steht im Widerspruch zur Einschätzung anderer Experten, die feststellen, dass entsprechende Verfahren grundsätzlich einer Risikoprüfung unterzogen werden müssen. Zugleich unterläuft die Anfrage bei der ZKBS ein beim Europäischen Gerichtshof anhängiges Verfahren, das sich grundsätzlich mit der Frage befasst, wie derartige Pflanzen im Hinblick auf das geltende Recht zu bewerten sind. Testbiotech und andere Organisationen befürchten, dass BVL und ZKBS am Gericht vorbei Fakten schaffen. Das BVL entscheidet auch über Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Schließt sich die Behörde dem Votum der ZKBS an, können die Pflanzen ohne weitere Sicherheitsprüfung freigesetzt werden. Das BVL und die ZKBS halten es bisher geheim, um welche Pflanzenart es sich handelt und zu welchem Zweck diese verändert wurde.

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Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes

Bundestag muss Aufweichung der Nulltoleranz verhindern

Der Gesetzentwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes, der am 16. Januar 2017 Thema einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestags ist, verletzt die im EU-Recht verankerte Nulltoleranz für nicht zugelassene Gentechnik-Pflanzen. Danach könnten Behörden dulden, dass zum Anbau nicht zugelassene gentechnisch veränderte (GV) Pflanzen nach dem Aufdecken einer Gentechnik-Verunreinigung weiter auf unseren Feldern wachsen, wenn die illegalen GV-Pflanzen zur Verwertung in der Biogasanlage, in der Industrie oder zur Verfütterung vorgesehen sind.
Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), die Aurelia Stiftung und die Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) fordern die Bundestagsabgeordneten in einer Pressemitteilung eindringlich dazu auf, eine Aufweichung der EU-rechtlichen Nulltoleranz zu verhindern, und den entsprechenden Passus aus dem Gesetzentwurf zu streichen.

Zur gemeinsamen Pressemitteilung von IG Saatgut, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Aurelia Stiftung

Am 21. Dezember hat die IG Saatgut – mit Unterstützung durch den BUND, AbL, GeN, Save our Seeds, Bioland, Demeter und Aurelia-Stiftung eine Stellungnahme an den Agrarausschuss des Deutschen Bundestags geschickt. Download der Stellungnahme hier: Stellungnahme zur Nulltoleranz


Keine Patente auf Brot und Bier!

Neue Recherche zeigt viele Schlupflöcher für Patente auf Pflanzen

Patentansprüche, in denen Weizen, Mehl und Brot sowie Tomaten, Salate und Gurken als Erfindung der Industrie beansprucht werden: Dies sind nur einige Beispiele für Patente, die im Jahr 2016 eingereicht wurden. Die Patente beruhen auf konventioneller Züchtung ohne den Gebrauch von Gentechnik. Obwohl die Institutionen der EU gemeinsam erklärt haben, dass Patente auf konventionelle Züchtung von Pflanzen und Tieren gestoppt werden sollen, werden offenbar immer mehr solcher Patentanträge für Europa eingereicht. Wenn die Politik jetzt nicht einschreitet, haben viele von ihnen gute Aussichten, vom Europäischen Patentamt (EPA) auch erteilt zu werden.

Eine Recherche der Initiative „Keine Patente auf Saatgut!“ zeigt, dass 2016 rund 60 Patente, die bei der Weltpatentbehörde (WIPO) in Genf einreicht wurden, konventionell gezüchtete Pflanzen betreffen. Weitere 50 Anmeldungen betreffen sowohl konventionelle Züchtung als auch Gentechnik. Zusammen machen diese Patente rund 30 Prozent aller Anmeldungen im Bereich Pflanzen aus. Insgesamt wurden rund 340 Anmeldungen auf Pflanzen recherchiert. Die meisten dieser Patente werden auch am EPA geprüft.

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Gentechnikfreie Saatgutarbeit dauerhaft sichern

Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern

Versteckte Gentechnik im Saatgut?

Industrievertreter fordern seit langem, dass in der EU die Kennzeichnung für zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Saatgut aufgeweicht und das absolute Verbot nicht-zugelassener GVO im Saatgut aufgehoben werden. In der Vergangenheit scheiterten Pläne der EU-Kommission, diese Industriewünsche zu erfüllen. Wagt sie einen neuen Anlauf? Ein Bericht der IG Saatgut zu den Folgen zeigt, wie wichtig Widerstand gegen diese Pläne ist.

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»   Saatgut sichern - Schwellenwerte verhindern (aktualisierte Zusammenfassung auf Deutsch)
»   Protecting Seed against GM Contamination (updated executive summary, 2016)


Aktuelle Meldungen finden Sie unter: Informationsdienst Gentechnik

 
 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

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Mais

In Chile kontaminiert gentechnisch verändertes Maissaatgut, das für den Export vermehrt wird, konventionelle Maisfelder.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 24 Apr 2017