Rechtsgutachten II

Legal Analysis of the applicability of Directive 2001/18/EC on genome editing technologies

Für dieses Ergebnis, so Professor Tade Matthias Spranger, Jurist und Politologe am Institut für Wissenschaft und Ethik der Universität Bonn, würden neben dem Wortlaut und der Historie der Bestimmung auch gesetzessystematische und teleologische Erwägungen sprechen. Das Gutachten beschäftigt sich neben CRISPR mit der Oligonukleotid-gerichteten Mutagenese (OgM), der Zinkfingernuklease-Technik (ZFN) und Transcription activator-like Nukleasen (TALENs).
Mit den neuen Techniken würden Nukleinsäuren eingeführt und so „zielgerichtet in einem Organismus Veränderungen vorgenommen, die in dieser Weise in diesem konkret zur Beurteilung anstehenden Organismus mit Sicherheit nicht aufgetreten wären.“ Damit treffe auf sie zu, was der europäische Gesetzgeber für Gentechnik-Verfahren festgelegt hat: die „Insertion von Nukleinsäuremolekülen, die auf unterschiedliche Weise außerhalb eines Organismus erzeugt wurden“ und „in einen Wirtsorganismus eingebracht wurden, in dem sie unter natürlichen Bedingungen nicht vorkommen, aber vermehrungsfähig sind“. Oder „Verfahren, bei denen in einen Organismus direkt Erbgut eingeführt wird, das außerhalb des Organismus zubereitet wurde“.

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Webseite zuletzt aktualisiert
am 28 Oct 2017