Unexpected mutations after CRISPR– Cas9 editing in vivo

Crispr-Cas9 kann zu hunderten von unerwünschten Mutationen führen

Doch die vermeintlich zielgenaue Korrektur des defekten Gens führte zu viel mehr Mutationen im Genom, als von bisherigen Software-Programmen prognostiziert worden war. Konkret berichten die Forscher, die zwei der behandelten Mäuse vor und nach der Gentherapie einer Genomanalyse unterzogen, dass der Eingriff zu rund 1500 sogenannter Einzelnukleotidmutationen führte, bei denen je ein Buchstabe der DNA umgeschrieben wird. Dazu kamen rund hundert weitere Einfügungen oder Auslassungen. Wie die Forscher betonen, scheinen nur Genomanalysen an lebenden Organismen die wahren Dimensionen der Mutationen zu zeigen. Die bisherigen Studien über genetische Veränderungen nach Eingriffen mit der “Genschere” wurden vor allem an Laborkulturen durchgeführt.

Zwar fanden Mediziner um Tsang an den behandelten Mäusen keine offensichtlichen Defekte. Sie geben aber zu bedenken, dass auch eine einzelne kleine Punktmutation große Folgen haben kann. Sorge bereitet ihnen außerdem, dass sich die Mutationen an Stellen fanden, die durch bisherige Analysen nicht als gefährdete Regionen prognostiziert worden waren. Die logische Schlussfolgerung der Mediziner: Vor weiteren Versuchen an Menschen sollten die Nebenwirkungen die Genschere dringend noch besser erforscht werden.

» Quelle: Der Standard/Wien

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am 28 Oct 2017