Informationen - Positionen

Hier finden Sie Hintergrundpapiere der IG Saatgut.

 

Gentechnikfreie Saatgutarbeit dauerhaft sichern

Politische Forderungen der IG Saatgut

Gentechnikfrei arbeitende SaatguterzeugerInnen müssen bereits heute, ohne nennenswerten Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in den meisten EU- Ländern, sämtliche Lasten und Kosten für vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor GVO-Kontaminationen tragen. Betroffen sind alle Stufen und Phasen der Saatguterzeugung von der Züchtung über den Handel bis zum Nachbau und zur Saatgutgewinnung für die Selbstversorgung. Besonders betroffen sind derzeit SaatguterzeugerInnen, die international tätig sind und mit Risiko-Arten züchten, Saatgut davon vermehren, aufbereiten oder handeln.

Wie kann die gentechnikfreie Saatgutarbeit dauerhaft gesichert werden?

» Gentechnikfreies Saatgut in der EU sichern: Schwellenwerte verhindern, Nulltoleranz durchsetzen – Hintergrundpapier der IG Saatgut (November 2016)

» Protecting GM-free seed in the EU: Preventing GMO thresholds and enforcing the zero tolerance policy. Background paper (November 2016)


Neue gentechnische Verfahren

Positionspapier der IG Saatgut

Cisgenetik, Zinkfinger-Nuklease-Technik, Reverse Breeding, Oligonukleotid-gerichtete Mutagenese usw. Das Feld der neuen gentechnischen Verfahren ist gross und unübersichtlich, und laufend kommen neue Methoden oder neue Varianten einer Methode hinzu. Die in der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit zusammenarbeitenden Organisationen, Unternehmen und Initiativen beschäftigen sich seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema. Im aktuellen Positionspapier der IG Saatgut wird ausführlich erläutert, was – trotz aller Unterschiede zwischen den Techniken – deren gemeinsames Kennzeichen ist: Es findet ein direkter Eingriff ins Genom statt. Daher sind aus Sicht der IG Saatgut alle Techniken als gentechnische Verfahren zu interpretieren und entsprechend zu regulieren.

» Download Positionspapier


Patentstudie

Kein Patent auf Leben - Studie /klein

Biopatente & Agrarmodernisierung - Wie sich Patente auf die gentechnikfreie Saatgutarbeit auswirken

Vierzehn Jahre nach Verabschiedung der EU-Biopatentrichtlinie sind Biopatente in Europa nach wie vor äußerst umstritten. Neben ethischen und wissenschaftlichen Einwänden werden zunehmend auch soziale und wirtschaftliche Gründe vorgebracht: So können Patente – insbesondere im Bereich der Landwirtschaft und der Pflanzenzüchtung – den Zugang zu genetischen Ressourcen erschweren, zum Teil auch blockieren. Forschung und Entwicklung werden behindert und sowohl in der landwirtschaftlichen als auch in der züchterischen Wertschöpfungskette entstehen unverhältnismäßig hohe Kosten.
Auch Erhaltungsinitiativen und ökologische Züchtungsorganisationen, die das Ziel verfolgen, gentechnikfreies Saatgut dauerhaft zu sichern und zur Verfügung zu stellen, sind von diesen Entwicklungen betroffen. Mit der vorliegenden Studie, die im Auftrag der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut) erstellt wurde, wurden Grundlagen erarbeitet, die einerseits dabei helfen sollen, die Auswirkungen von Biopatenten auf den Bereich der gentechnikfreien Saatgutarbeit einzuschätzen. Andererseits soll hiermit der kritische Biopatentdiskurs unterstützt werden.

»   Lesen Sie mehr ...

»   Download: Kurzfassung
»   Download: Kurzfassung (englisch)

Flyer in Zusammenarbeit mit dem GeN

Saatgut: Gentechnikfrei erhalten!

Flyer von Januar 2013, der in Zusammenarbeit mit dem Gen-ethischen Netzwerk e.V. entstanden ist. Enthält kurz zusammengefasste Informationen zu den Themen: Kontaminationsgefahren, Patente auf Saatgut und Pflanzen, Ökologische Pflanzenzüchtung. Der Flyer kann hier herunter geladen oder hier bestellt werden.


sag gentechfrei-info Juni 2013

Bei Saatgut braucht es eine Nulltoleranz

Interview von Juni 2013 zum Thema Saatgutreinheit in der Schweiz. In der Schweiz ist der Anbau von Gentech- Pflanzen seit 2005 zwar verboten. Trotzdem kann das Saatgut, das der Bauer aussät, verunreinigt sein. Denn im Gegensatz zu Europa toleriert die Schweiz eine Verunreinigung. Das Interview steht hier als PDF zur Verfügung.


Artikel aus dem Arche Noah Magazin 4/2012

Versteckte Gentechnik im Saatgut

Die Frage gentechnikfreier Erzeugung entscheidet sich am Saatgut. Saatgut für Pflanzen-Züchtung und Sorten-Erhaltung vor gentechnischen Verunreinigungen zu schützen, ist Grundlage für jegliche gentechnikfreie Erzeugung von Lebensmitteln. Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Saatgutreinheit sind dafür wesentlich. Artikel, der im April 2012 im Arche Noah Magazin erschienen ist. Der Artikel steht hier als PDF zur Verfügung.


Artikel im GID Nr. 212

Saatguterzeugung am Schweideweg

Die Wahl für eine gentechnikfreie – ökologische oder konventionelle – Landwirtschaft in der EU setzt gentechnikfreies Saatgut voraus. Das erfordert für den Saatgutbereich: Die EU muss Transparenz herstellen, SaatguterzeugerInnen bei der Abwehr von gentechnisch veränderten Kontaminationen entlasten und ihre Null-Toleranz gegenüber Verunreinigungen des Saatgutes konsequent umsetzen.
Artikel, der im Juni 2012 im Magazin des Gen-ethischen Informationsdienstes GID erschienen ist. Der Artikel steht hier als PDF zur Verfügung.


Artikel aus dem Arche Noah Magazin 3/2013

Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung und Teff-Patent

Zwei Artikel aus dem Arche Noah Magazin 3/2013, die sich mit neuen Verfahren in der Pflanzenzüchtung – am Beispiel des so genannten Clearfield Raps der BASF – und mit dem Teff-Patent beschäftigen. Beide Artikel können hier als PDF herunter geladen werden.


Gentechnik 2.0?

Geistige Eigentumsrechte im Bereich der neuen Züchtungsverfahren

Seit einiger Zeit beginnen sich neue Methoden in der Züchtung zu etablieren, die – wie die Gentechnik – teilweise ebenfalls auf molekularer oder zellbiologischer Ebene ansetzen. Aus wissenschaftlicher Perspektive sind die Grenzen zwischen der Gentechnik (Transgenese) und den neuen Züchtungsverfahren teilweise nicht eindeutig zu ziehen. Ob ein neues Verfahren der Gentechnik zugeordnet wird, hat jedoch weit reichende Auswirkungen: auf die einzuhaltenden Rechts- und Zulassungsvorschriften, auf die öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz sowie auf die Nutzung der Techniken durch die Züchtungsunternehmen. Die Frage der rechtlichen Zuordnung steht seit einigen Monaten daher im Mittelpunkt der Diskussionen über die so genannten neuen Pflanzenzuchtverfahren.

»   Lesen Sie mehr ...



 
 
Kein Patent auf Leben - Studie /klein
 

Wie sich Patente auf Pflanzen auswirken …
Informationen zur Studie

Durch GVO bereits bedrohte Kulturpflanzen:

Mais Bild2

Mais

In Chile kontaminiert gentechnisch verändertes Maissaatgut, das für den Export vermehrt wird, konventionelle Maisfelder.

Webseite zuletzt aktualisiert
am 16 Aug 2017