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Keyserlingk-Institut


Saatgutforschung und Getreidezüchtung im biologisch-dynamischen Landbau

Züchtung und Forschung am Keyserlingk-Institut


Die heutigen Zuchtziele und Züchtungsmethoden in der konventionellen Landwirtschaft entsprechen immer weniger den Idealen und äußeren Anforderungen des ökologischen Landbaus. Deshalb ist es dringend notwendig, eine eigene Züchtung aufzubauen und dafür eigene Züchtungsmethoden und Qualitätskriterien zu entwickeln. Die Pflanzenzüchtung am Keyserlingk-Institut berücksichtigt daher nicht nur die Anbauwürdigkeit und die Verarbeitungsqualität in der Sortenentwicklung: in eigenen Forschungsprojekten werden darüber hinaus auch Gesichtspunkte für eine gute Nahrungsqualität erarbeitet.

Entwicklung standortangepasster Winterweizensorten


Unser Hauptanliegen ist die Entwicklung standortangepasster Winterweizensorten für die Region Bodensee und Standorte mit ähnlichen Bedingungen. Hierbei nutzen wir die Entwicklungspotenziale und die Formenvielfalt, die sich bildet, wenn biologisch-dynamische Hofsorten viele Jahre gepflegt werden. Durch Auslese einzelner Ähren im reifen Feld entstehen neue Zuchtlinien, die über mehrere Jahre geprüft und in der Regel nachselektiert werden müssen. Mittlerweile sind daraus Sorten entstanden, die (nicht nur) in der Bodenseeregion angebaut werden.

Aktuell wird ein Forschungsprojekt verfolgt, dass zum Ziel hat, in Zukunft Sorten identifizieren zu können, die von Menschen mit Weizen- bzw. Glutensensitivität besser vertragen werden.

Unsere Regionalsorten Hermion, Karneol, Goldritter und Alauda sind seit September 2013 als Erhaltungssorten anerkannt worden. Die Sorten Kamperan und Triptolemo wurden 2016 ebenfalls als Erhaltungssorte zugelassen.

In der Züchtung an Hartweizen für die Nudelherstellung wird am Keyserlingk-Institut die Frosthärte von Emmer und Rauweizen in ältere, traditionelle Hartweizen aus Italien eingekreuzt.

Wildgetreide Dasypyrum villosum:


Ein weiterer Forschungs- und Züchtungsimpuls ist die „Wildgrasveredelung“, d.h. der Versuch, Gräser in Kultur zu nehmen und durch Selektion an die Kulturbedingungen anzupassen. Dies geht auf eine Anregung R. Steiners zurück, der die Nahrungsqualität der heutigen Kulturpflanzen gefährdet sah. Wir befassen uns deshalb mit dem „Wildgetreide“ Dasypyrum villosum, einem Gras aus Südeuropa, das botanisch zwischen Roggen und Weizen einzuordnen ist.

Linsen


Um die Wirtschaftlichkeit des hiesigen Linsenanbaus zu fördern, werden am Keyserlingk-Institut Sorten entwickelt, die sowohl in Ihrer Anbaueignung, wie in ihren qualitativen Merkmalen geeignet sind, sich am entsprechenden Nischenmarkt zu behaupten. Verbesserungen hinsichtlich agronomischer Merkmale sollen erreicht werden, doch auch auf Lebensmittelqualität, wie Koch- und Geschmackseigenschaften, wird geachtet.

www.saatgut-forschung.de


 
 
 
Schöne Neue Gentechnik?!
 
 
 

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Gentechnik ist Teil einer industriellen Landwirtschaft. Gentechnik behindert Vielfalt und gemeinwohlorientierte Saatgutarbeit. Zur Info-Grafik

Webseite zuletzt aktualisiert
am 14 Aug 2019